Archiv für April 2007

Gallup: Muslime skeptischer gegen Gewalt, aber sexuell konservativer

Vor etwa einer Woche wurden die britischen Teilergebnisse einer europaweiten Umfrage des Gallup-Instituts veröffentlicht, die offenbar zum Ziel hatte, die Einstellungen von Muslimen mit denen der Gesamtbevölkerung zu vergleichen. Im Großen und Ganzen widerlegen die Zahlen das Feindbild, an dem Islamophobe jahrelang gestrickt haben, bestätigen aber auch einige Klischees hinsichtlich des sexuellen Konservatismus, der Muslimen häufig — und offenbar nicht ganz zu unrecht — unterstellt wird. (mehr…)

Soy makes your baby gay!

Das größte konservative Internet-NewsMagazin der USA — Homebase für solche berüchtigten Fieslinge wie Pat Buchanan, Ann Coulter und David Limbaugh — hat eine Warnung ausgegeben: Soja macht Kinder schwul! Empörung? Proteststürme? Anybody?

Katholische Pfaffen auf dem Rückzug

Noch vor einem halben Jahrzehnt galt Brasilien als das Land mit der höchsten Mordrate an Homosexuellen und Transvestiten. Die Morde (allein 150 im Jahr 1999) wurden hauptsächlich durch rechtsextreme Todesschwadronen verübt, einem Erbe der Militärdiktatur, die 1965 mit Unterstützung der USA an die Macht gelangt war. Doch seit dem Amtsantritt des Linkspräsidenten Inácio Lula da Silva hat sich der Wind gedreht. Seitdem ist Brasilien das aktivste Land der Welt, wenn es um die Bekämpfung von Homophobie geht. Das bekommt nun auch die katholische Kirche zu spüren, die sich in Brasilien für verfolgt hält, weil sie nicht mehr offen gegen Lesben und Schwule hetzen darf. kath.net, ein katholisches Nachrichtenportal aus Österreich, ist über diese Entwicklung ernsthaft schockiert und fürchtet: (mehr…)

Macht oder warum Muslime so schnell einknicken

Die Ahmadiyya-Gemeinde hat ihre Aussage, der Verzehr von Schweinefleisch fördere Homosexualität, mittlerweile zurückgenommen und den entsprechenden Artikel von ihrer Webseite entfernt. So schnell kann das gehen, wenn man Kritik aus der Position der Dominanzgesellschaft übt. Das katholische Nachrichtenportal kreuz.net, das sich mit der Überschrift Warum auch Nicht-Muslime auf Schweinefleisch verzichten sollten dieser abstrusen Behauptung indirekt angeschlossen hatte, darf allerdings auch weiter gegen Lesben und Schwule hetzen. Von Kritik daran ist jedenfalls weit und breit nichts zu vernehmen. Kein Wunder, denn womit wollte man katholische Fundamentalisten auch dazu bringen, solche Aussagen wie die, dass „widernatürliche geschlechtliche Homo-Handlungen“ zu Analkrebs führten und somit „von der Gefährlichkeit der Homo-Ideologie“ zeugten, kleinlaut zu revidieren? Es handelt sich doch schließlich nicht um Ausländer, die man herumschubsen, mit dem Entzug der Toleranz bedrohen und öffentlich zurechtweisen kann! Weswegen Zeitungen wie die taz erst gar nicht auf die Idee kommen, kritisch über solche Internetportale zu berichten. „Zu irrelevant“, hieße es vielleicht, wenn man sie nach den Gründen fragte. Denn schließlich ist eine kleine Sekte wie die katholische Kirche nichts, verglichen mit einer internationalen Krake wie der Ahmadiyya-Gemeinde, die in Sachen Homo-Hass doch wohl eindeutig zu den global players zählt!

Anorexie als gesellschaftliches Symptom

Der Spiegel berichtet über eine Studie, wonach homo- und bisexuelle Männer verstärkt zu Essstörungen wie Magersucht und Bulimie neigten:

Das Risiko scheint drei Mal so groß zu sein: Mehr als 15 Prozent der für eine Studie befragten homosexuellen und bisexuellen Männer litten schon einmal an Magersucht, Brechsucht oder Fresssucht („binge eating“), berichten New Yorker Forscher. Nur fünf Prozent betrage dieser Anteil bei heterosexuellen Männern.

Als mögliche Ursache wurde zunächst ein ähnlicher Mechanismus angenommen, der auch bei Frauen das erhöhte Risiko von Anorexie erkläre — die rigide Unterwerfung unter ein ästhetisches Ideal, das Männer all denen abverlangen, die sie zu ihren potentiellen Sexualobjekten erküren: (mehr…)