Archiv für April 2007

Fishbelly White

Mist, gerade wenn ich versuche, mir das Rauchen abzugewöhnen, muss ich Fishbelly White (Kanada 1998) sehen, ein Film, in dem so lustvoll gequarzt wird, dass ich an gar nichts mehr anderes denken kann! ;) Wie auch immer, der 22-minütige Kurzfilm von Michael Burke gehört auf jeden Fall in die Oberliga der hier gezeigten Streifen und ist offenkundig eine Art Vorstudie zu seinem Spielfilm The Mudge Boy von 2003, den ich mir jetzt gleich mal besorgen werde…

Cairo Calling (2005)

Hier das versprochene Gegenbeispiel, ohne pädagogischen Zeigefinger und tränenrührendes Betteln um Toleranz: Cairo Calling (Kanada 2005), 8:30 min.

A Plastic Plate

Nach einwöchigem Urlaub mach ich hier mal weiter mit einem Kurzfilm aus Ägypten. Für meinen Geschmack etwas zu dick aufgetragen und pädagogisierend. Wie im Hollywood-Kino der 60er dürfte der j‘accuse-artige Charakter des Films so ziemlich genau das Gegenteil von dem erreichen, was er eigentlich intendiert: in der Absicht aufzuklären vermittelt er in Wirklichkeit eine tiefe Angst vor den Konsequenzen, die es hätte, in den Augen anderer als „schwul“ (arab. shaadh) zu gelten. Eine Überdramatisierung, die vor allem durch die gezwungene Vermischung mit dem Thema Aids bewerkstelligt wird. Deswegen kann ich die Rührung, die in den YouTube-Kommentaren angesichts des 8-minütigen Streifens zum Ausdruck gebracht wird, kaum verstehen. Ich verlinke ihn hier weniger, weil er mir gefiele, sondern mehr aus dokumentarischen Gründen. Ein positives Gegenbeispiel folgt — sobald ich es unter all den Videos wiedergefunden habe. ;)

Ohne Worte

Ich liebe Kurzfilme, die ohne Worte auskommen. Das scheint mir die unideologischste Art, Kino zu machen: wenn Gefühle und Stimmungen nicht in vorgefertigte Begriffshülsen eingesperrt werden. Cabalerno (USA, 2006) ist so ein Film, in dem sich 5 Minuten lang nur Geräusche und Gesten ereignen. Und doch wird darin eine ganze Geschichte erzählt…

star-crossed lovers

Ein wunderschöner Film und endlich mal ohne stereotypes Happy-End, aber leider in extrem beschissener Bildqualität. Starcrossed (USA 2005, 25 min.):