Das ist jetzt aber besonders schwul

Musik gegen Gewalt an den Schulen bei einem Festival am Brandenburger Tor

Die Hälfte seines Auftritts bestritt Bushido mit Rappen; die andere Hälfte bestritt er mit dem Einfordern von Beifallsbekundungen („Seid ihr froh mich zu sehen? Liebt ihr mich?“), ausgiebigem Eigenlob („ich bin der erfolgreichste Rapper“, „ich verdiene viel Geld“), dem Beschimpfen der Presse, die in den vergangenen Tagen seine Befähigung zum Friedensbotschafter in Zweifel zog („Wichser“, „scheiße“, „Arschlöcher“) und dem Beschimpfen der 50 Schwulen und Lesben, die gegen ihn demonstriert hatten. „Es geht heute nicht um die Schwulen, die gegen mich demonstriert haben.“ Einstimmiges Buh aus zehntausend Kinderkehlen. „Es würde mir nie einfallen, gegen Schwule zu demonstrieren.“ Tatsächlich hat Bushido bisher nur in musikalischer Form dazu aufgerufen, sie zu verkloppen oder zu vergasen. „Aber denkt dran, liebe Schwule“, beschloss er seine Ansprache: „Analverkehr nur mit Verhütungsmittel“, woraufhin zehntausende Kinder zustimmend schrien.


7 Antworten auf “Das ist jetzt aber besonders schwul”


  1. Gravatar Icon 1 Miss Taken Identity 27. August 2007 um 8:35 Uhr

    So geht’s weiter im Artikel…
    Lediglich 50 Menschen kamen hingegen zu einer 15-minütigen Demonstration des Berlin-Brandenburger Lesben- und Schwulenverbands, der auf der Straße des 17. Juni vis-a-vis des Sowjetischen Ehrenmals gegen die Teilnahme des homophoben Rappers Bushido am „Schaut nicht weg“-Festival protestierte.

    Auf Stellwänden präsentierten die Vertreter des Verbandes Bilder von misshandelten Homosexuellen; gegen die von fern herüberschallende Teeniemusik erzeugten sie mit Trommeln und Trillerpfeifen einen erwachsenen Sambarhythmus. In Anlehnung an Bushidos Slogan „Berlin wird wieder hart, denn wir verkloppen jede Schwuchtel“ trugen sie überdies Schilder, auf denen stand: „Berlin wird wieder hart, denn wir verkloppen jeden Inder.“ Dabei kommt Bushido gar nicht aus Indien, seine Vorfahren sind vielmehr aus Afrika eingewandert.

    Ob die das mit dem „wir verkloppen jeden Inder“ so gemeint haben, wie es in dem Artikel interpretiert wird?

  2. Gravatar Icon 2 jadga 27. August 2007 um 19:06 Uhr

    Das ist sicher eine Fehlinterpretation des Autors, da sollte wohl eine Parallele zum Rassismus bzw. konkret zu Mügeln hergestellt werden- allerdings ziemlich bescheuert und, wie der Artikel zeigt, missverständlich.

  3. Gravatar Icon 3 ubik 27. August 2007 um 22:57 Uhr

    Jens Balzer wird das schon gewusst haben, aber wollte den beschissenen Slogan wohl noch mal als solchen kenntlich machen.

  4. Gravatar Icon 4 terz 28. August 2007 um 12:10 Uhr

    Nicht zu vergessen der „Stinkefinger“ in Richtung der Demonstranten…

  5. Gravatar Icon 5 fikhel 05. Juni 2009 um 10:47 Uhr

    das Internet vergisst nichts. Nur weil derweil 2 Jahre vergessen sind, hat sich Bush-ido seine Einstellung nicht geändert.
    Neuerdings sieht man ihn im TV, wo er sich eher langweilt.
    Heute kriegt er sein Geld von Konzernen, die jammern um ihre Einnahmen .

    Bushido du bist so peinlich und merkst es nicht mal.

  1. 1 Die Macht über das Leben … « shifting reality Pingback am 30. August 2007 um 8:34 Uhr
  2. 2 Ahmadinedschad frisst kleine Kinder! | Herbst in der Seele Pingback am 30. August 2007 um 18:26 Uhr
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