„How gay is the Taliban“

Ein interessanter Beitrag über die berühmten geheimen Fotos von geschminkten Taliban und über gleichgeschlechtliche Beziehungen in Afghanistan.


4 Antworten auf “„How gay is the Taliban“”


  1. Gravatar Icon 1 Pinback 09. September 2007 um 11:43 Uhr

    Wenn blaue Hosen in Samoa als gay gelten würden, würdet ihr euch in Europa als Gays fühlen wenn ihr Blue Jeans tragt?

    Mal wieder eine ziemlich verallgemeinernde unzutreffende Übertragung unserer Wahrnehmung.

    Shaolin-Mönche hören auch keine Ska-Musik obwohl sie sich Glatzen rasieren.

  2. Gravatar Icon 2 abdel kader 09. September 2007 um 16:50 Uhr

    @Pinback

    Da steht ja auch nicht, dass sich die Taliban auf eine schwule Identität beziehen würden.
    Über gleichgeschlechtliche Beziehungen in Afghanistan wird auch im Artikel Globalizing Homophobia. (Die Schwulenverfolgung in der islamischen Welt, die sich propagandistisch gegen den Westen richtet, setzt paradoxerweise den Import seines Identitätsmodell voraus) berichtet:

    Als bloßes Kuriosum wurden so auch die »ungewöhnlichen Zuneigungen« der Soldaten der Nordallianz während ihres Vormarsches nach Kandahar verbucht. »Die schlafen zusammen im Schlafsack und singen sich Gedichte ins Ohr«, erzählt der Münchener Fotograf Thomas Dworzak ungläubig seine Erlebnisse von der afghanischen Front. »Ob das jetzt Homosexualität im europäischen Wortsinn ist, weiß ich nicht.«(16) Jedenfalls sei ein ausländischer Journalist völlig ausgerastet, als ein afghanischer Soldat ihm in den Schritt fasste, und habe alle Mudschaheddin verprügeln wollen. NEWS.scotsmann.com hingegen berichtet am 24. Mai 2002 über den Einsatz der Royal Marines in den afghanischen Bergen: »Die abgehärtete Truppe, ihre Gesichter verdeckt von Camouflage-Creme und mit dem schweren Gewicht von Waffen, Radios und Munition beladen, wurden mit Afghanen konfrontiert, die ihre Haare streicheln wollten.« Corporal Paul Richard (20) wird mit den Worten zitiert: »Es war die Hölle. In jedem Dorf, in das wir gingen, kam eine Gruppe von Männern auf uns zu, die Make-up trugen, unsere Haare und Wangen streichelten und Kussgeräusche machten.« »Furchterregender als die Al-Qaida« bezeichnete gar der Marine James Fletcher die afghanischen Männer. »Sie halten Händchen und trippeln so im Dorf herum.«(17)
    Ähnlich sensationsgierig gestaltete Philip Smucker im Sydney Morning Herald vom 22. Juni 2002 seine Reportage The Royal Marines and a gay warlord. Über den ehemaligen Taliban-Befehlshaber Malim Jan, der heute im Sold des US-Militärs die zerklüftete Grenze nach Pakistan patrouilliert, schreibt er:
    »Er gibt zu, dass er zwei Frauen und ›mehrere Boyfriends‹ habe, und hat nun Gefallen an den Royal Marines gefunden, die sein Camp besuchten. ›Sehr gutaussehende Jungs, viel glatter rassiert und hübscher als die amerikanischen Spezialkräfte‹, sagte er von den Marines, während seine eigenen Kämpfer – die er als ›schöne junge Knaben‹ bezeichnet – zu ihm emporlächeln. Major Rich Stephens, der die Zulu-Kompanie des 45. Marines-Kommandos befehligt, erklärte zuvor, dass die ›ungewöhnlichen Zuneigungen‹ der afghanischen Männer als komplette Überraschung für seine Jungs gekommen waren. Er spielte es zu einem ›möglichen kulturellen Missverständnis‹ herunter, aber Commander Jan meinte, dass Homosexualität ›eine Tradition hier in diesen Bergen‹ sei.«(18)
    Befremdlich erscheint Smucker ausschließlich das Verhalten der afghanischen Männer, während die phobische Reaktion der »britischen Jungs« nicht als Ausdruck einer europäischen Tradition gelesen wird, sondern als universale Norm gesetzt bleibt. Gleichzeitig wird die »fremde Tradition« der Afghanen jedoch in einer vertrauten Ordnung des Wissens wiedergegeben, indem sie als »Homosexualität« etikettiert und der Warlord Malim Jan als »schwul« bezeichnet wird. Was Jan über sich selbst sagte, welche Worte er dabei gebrauchte und in welcher Sprache er sich ausdrückte, bleibt völlig im Dunkeln.

  3. Gravatar Icon 3 ahrrrrr 10. September 2007 um 5:47 Uhr

    looks like they are very gay

  1. 1 How gay was 19th century America? | f*cking queers Pingback am 04. September 2007 um 3:26 Uhr
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