Nach Machtantritt: Sandinisten legalisieren Homo-Sex

Konkret 6/85Etwas verspätet ist die Meldung schon, aber sei’s drum: Die neue Linksregierung in Nicaragua hat zehn Monate nach ihrem Machtantritt im Rahmen einer großen Strafrechtsreform die Aufhebung des Totalverbots homosexueller Handlungen beschlossen. Das Sondergesetz war 1992 von den Contras eingeführt worden, die sich zwei Jahre zuvor mithilfe der USA an die Regierung gemordet hatten. Jetzt soll es nach dem Willen der neuen sandinistischen Mehrheit zum kommenden März wieder aus dem Gesetzbuch verschwinden.

    Siehe auch unseren Beitrag „Wieder mal beim Lügen ertappt …“.

9 Antworten auf “Nach Machtantritt: Sandinisten legalisieren Homo-Sex”


  1. Gravatar Icon 1 leftqueers 02. Januar 2008 um 18:02 Uhr

    Da haben wir es:

    Die „bösen Linken“, die zuerst die frechheit besaßen, in Südamerika wieder Fuß zu fassen & dann noch den armen Amis den Ölhahn zudrehten machen jetzt Homosexualität legal!

    Was ist nun die „Freiere“ Welt? Die Westliche mit ihrer „Bürgerlichen Demokratie“, die keine ist, weil es nur ums geld geht oder die Sozialistische?

  2. Gravatar Icon 2 notwendiger name 02. Januar 2008 um 23:19 Uhr

    aber was ist eigentlich mit der legalisierung der abtreibung? nach meinem wissen haben die sandinisten vor ihrer wahl einen deal mit der katholischen kirche abgeschlossen. diese sagte jenen die unterstützung zu, wenn ein rigoroses abtreibungsverbot erlassen werden würde. insofern gab es ´ne menge protest gegen die sandinisten, da nicaragua nun eines der schärfsten abtreibungsgesetze hat. auch ist mindestens eine frau bei einer illegalen abtreibung gestorben. zu hoffen ist, dass das im rahmen der strafrechtsreform auch aufgehoben wurde. weiss da wer was?

    p.s. cooles konkret cover..

  3. Gravatar Icon 3 Carlos 03. Januar 2008 um 0:23 Uhr

    Das Verbot von Abtreibungen (das selbst fuer Frauen, deren Leben durch eine Schwangerschaft bedroht ist im Falle einer Abtreibung eine mehrjaehrige Haftstrafe vorsieht), das laut Artikel bestehen bleibt, wurde uebrigens vor 2 Jahren eingefuehrt – mit Hilfe der Stimmen der sandinistischen Abgeordneten. Deren damaliger Praesidentschaftskandidat und heutiger Praesident Ortega hat seine Liebe zu Gott entdeckt und unter seiner Fuehrung paktieren die Sandinistas mittlerweile mit der katholischen Kirche.
    Siehe auch: http://www.lateinamerikanachrichten.de/?/artikel/989.html

  4. Gravatar Icon 4 lysis 03. Januar 2008 um 1:04 Uhr

    Das mit dem totalen Abtreibungsverbot hab ich schon hier in der Fußnote erwähnt. Ich bin mir dieser Tatsache also durchaus bewusst.

    Aber der ganze Beitrag ist ja auch als Antwort auf die liberalen Na%!§ von „Gaywest“ zu verstehen, die allen Ernstes die Sandinisten für das von ihren Gegnern erlassene Antihomosexuellengesetz verantwortlich machen wollten.

  5. Gravatar Icon 5 Markus 04. Januar 2008 um 17:18 Uhr

    Als Blog-Eintrag thematisiert GayWest diese Entwicklung nicht – ich sehe das endgültig als Zeichen für einseitig ideologisch motivierte und manipulative Kommunikation.
    Als Antwort zu einem Kommentar zu seinem Artikel geht er allerdings noch darauf ein. Die Gesetzesänderung sei nur internationalen Kampagnen zu verdanken. Dennoch bleibt da aber immer noch der Unterschied zu den Konservativen, bei denen diese Kampagnen nichts bewirkt haben. Das blendet er komplett aus – in Bemühung, sein schräges Weltbild immerhin für ihn selbst gerade zu halten.

  6. Gravatar Icon 6 leftqueers 05. Januar 2008 um 19:06 Uhr

    @Markus: Ohne Dir zu nahe treten zu wollen – Glaubst Du ernsthaft, das ein Rechtskonservativer Blog wie GayWest das Thematisieren würde, wo es doch genau seine Negativseite zeigen würde?

    Das jemand, der bereits Antikommunist im Bauch seiner Mutter war, es auch nur mit einer Silbe zugeben würde, falsch zu liegen?

    Dann könntest Du auch gleich antiislam.wordpress.com glauben.

    http://s220165578.online.de/2008/01/01/die-rechtsextremen-sind-unter-uns/

  7. Gravatar Icon 7 lysis 05. Januar 2008 um 20:33 Uhr

    Das jemand, der bereits Antikommunist im Bauch seiner Mutter war, es auch nur mit einer Silbe zugeben würde, falsch zu liegen?

    Oh, ich muss dich enttäuschen. Es handelt sich nicht um Leute, die „bereits Antikommunisten im Bauch ihrer Mutter“ gewesen wären, sondern um ex-linke Renegaten, die ehedem in einem Milieu wirkten, das sich „antideutsche Kommunisten“ nannte. Allerdings dürfte die lateinamerikanische Linke schon damals zu ihrem Feindbild gehört haben, wie sie auch sonst vieles aus ihrer Vergangenheit fortschleppen: den antiislamischen Rassismus, die Parteinahme für die US-Kriegspolitik, die Sympathien mit den Republikanern, den Philozionismus usw. usf.

    Dass sich bei denen nichts mehr retten lässt, ist aber wohl wahr.

  8. Gravatar Icon 8 leftqueers 05. Januar 2008 um 21:36 Uhr

    „…den antiislamischen Rassismus…“
    Den sieht man ja bei leuten, die im allgemeinen ihren Kranken müll bei queer.de abladen. Ein Grund, warum ich dort nicht mehr schreibe. Ansonsten sind diese Retter der „freien, westlichen welt“ nichts anderes als Nazis, sonst würden sie nicht auch bei JF und anderen rechten schmierblättern schreiben.

    „….Dass sich bei denen nichts mehr retten lässt, ist aber wohl wahr…..“

    Ja, da hilft auch kein BootCamp mehr, wie jüngst von der CDU/CSU für „Straffällige Ausländer“ gefordert.

  9. Gravatar Icon 9 lysis 05. Januar 2008 um 22:59 Uhr

    Naja, vielleicht hilft ja das! ;)

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