A Jihad For Love

Ein bisschen verspätet, aber sei’s drum: Auf der Berlinale berichte(te)n vier Dokus über den „internationalen Widerstand gegen sexuelle Unterdrückung“. Der Tagesspiegel gibt eine kurze Zusammenfassung und kommentiert …

Natürlich ist es zu begrüßen, wenn Lesben und Schwule aus westlichen Industrienationen sich für die Rechte jener engagieren, die für gleichgeschlechtliche Liebe eingesperrt, gehängt oder gesteinigt werden. Manchmal trägt dieses Engagement allerdings herablassende, latent imperialistische Züge, etwa wenn westliche Normen für universal erklärt werden, nach dem Motto: Bei uns wird das so gemacht, und Ihr macht das am besten auch so. Vier Dokumentarfilme zeigen, dass Schwule und Lesben aus repressiven Kulturen durchaus ohne westliche Hilfe Überlebensstrategien entwickeln.

An der merkwürdigen Redeweise von den „repressiven Kulturen“ könnte man natürlich einiges an Kritik üben, aber ich will’s mal dabei belassen.