Archiv für April 2008

Get practical!

30.4. @ 20 Uhr. Bremen. Schlachthof:

Zeitgleich mit der Eröffnung des Christivals, findet eine Bündnisdemonstration gegen Homophobie und Sexismus statt. Den Extrem-Christen gefällt so viel Aufmerksamkeit gar nicht. Man fragt sich: „Muss Christival-Start von der Polizei geschützt werden?“ Auf jeden Fall wird der zwischen Konservativen und christlichem FundamentalistInnen wabbernde Heterosexismus nicht unwidersprochen bleiben.

Nazi = Homo?

Ussama Bin Laden, Jörg Haider — alles verkappte Homosexuelle? Axel Krämer zur langen Geschichte einer unseligen Diffamierungsstrategie.

Genauso homophob wie schwulenfreundlich

„Homosexualität“ sei „die Kultur des Autoritären“, verkündete Tjark Kunstreich in der Bahamas Nr. 44 und tourt mit dieser These seit Jahren durch die antideutschen Hochburgen der Republik. In Halle versuchte er unlängst, damit auch die Feindschaft des deutschen HipHop gegen den „emanzipierten Schwulen“ zu erklären. In Wirklichkeit handle es sich bei dieser Musikszene nämlich um eine Neuauflage des „homoerotischen Männerbunds“, wie ihn Erich Fromm und seine Frankfurter Kollegen 1936 konstruiert hatten, um zwischen der von ihnen als spätkapitalistische Dekadenzerscheinung wahrgenommenen „Homosexualität“ und dem Aufkommen des Faschismus eine zwar nicht unbedingt logische, aber immerhin doch psychologische Verbindung zu stiften. Ja, Kunstreich stellt Fromm sogar dahingehend in den Schatten, dass er das angeblich von der „autoritären Gesellschaft“ produzierte homosexuelle Verlangen nicht nur für den Faschismus, sondern selbst noch für die eigene Verfolgung verantwortlich macht. Eine Theorie übrigens, die nicht gerade neu ist und 2001 das Rezept für Lothar Machtans Schmierenwerk Hitlers Geheimnis abgab, welches auf der schwachsinnigen These beruhte, Hitler habe den Röhm-Mord und die Zerschlagung der Schwulenbewegung nur deshalb organisiert, um vom Skandalon seiner eigenen Homosexualität abzulenken. Und am Ende ist ihm Machtan doch noch auf die Schliche gekommen! (mehr…)

Der Rosa Baron


queer.de, eines der führenden schwulen Internetportale in Deutschland, umwirbt gerade das neueste Produkt geschichtsrevisionistischer Vergangenheitsbewältigung, Müllerschöns Propagandastück „Der Rote Baron“.
Ob es wohl nur aus dem Grund geschieht, dass der blonde, blauäugige Hauptdarsteller Matthias Schweighöfer „Deutschlands attraktivster Jungstar “ sei, oder der reaktionär-rassistische Mob befriedigt werden will, der sich dort gerne in der Kommentarsektion auslebt, sei dahingestellt.
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Offen für alle? Auch fürs BKA? Und trotzdem links und queer?

Am 22.03.08 gab es im Ackerkeller eine Party von „TransInterQueer“. Wieder einmal war auch ein bereits bekannter Beamter des Bundeskriminalamts anwesend. Auf Nachfrage ergab sich, dass diese „Offenheit für alle“ mit dem Ackerkeller-Team abgesprochen war. Daher verließen einige Queers die Party. (mehr…)