Archiv für April 2008

Allianz aus Homophobie und Rassismus

Die „Deutsche Evangelische Allianz“ kämpft gleich an zwei Fronten für die Reinhaltung des Abendlands: hier Stichwortgeber für antiislamische Hass-Seiten wie „Politically Incorrect“, dort Lobbyist für suizidfördernde Therapien zur „Heilung homosexueller Neigungen“. Das Handwerk will ihr aber bisher niemand legen.

Kulturrassismus und Gesellschaftskritik

Imman Attia über den antimuslimischen Geschlechterdiskurs (via schatten kontrastieren)

Zuvorderst homophob

Für Schüler_innen von heute gibt es nichts Schlimmeres, als schwul zu sein. So könnte man eine neue Studie der britischen Lehrergewerkschaft ATL zusammenfassen, die nach den häufigsten Beleidigungen auf englischen Schulhöfen suchte. Das Ergebnis als Rangliste: Gay (83%), Bitch (59%), Slag (45%), Poof (29%), Batty boy (29%), Slut (26%), Queer (26%), Lezzie (24.8%), Homo (22%), Faggot (11%) und Sissy (5%). Sieben davon haben die Bedeutung „schwul“ respektive „lesbisch“, drei die Bedeutung „Nutte“ oder „Schlampe“, und eines verweist auf männliche Gender-Nonkonformität.

Bounty Killer

Luzi-M über die Auseinandersetzung um ein Konzert des als homophob bekannten Sängers „Bounty Killer“ und darüber, wie Volker Beck versucht die nötige gesellschaftliche Auseinandersetzung durch ein Einreiseverbot zu ersetzen.

Schwulenklatschen made in Netherlands

Geert Wilders Dass der Spiegel-Journalist Henryk M. Broder seit einigen Jahren zu äußerst skurrilen Ansichten neigt, wissen wir ja schon länger. Aber dass er jetzt auch noch unkommentiert eine Interviewpassage des Rechtspopulisten Geert Wilders verbreitet, in der sich dieser zu der Aussage versteigt, Schwulenklatschen sei eine von den Moslems nach Amsterdam importierte Unart, welche unter Christen völlig unbekannt wäre, toppt nun wirklich alles.

Dabei können die Niederländer mit Fug und Recht für sich in Anspruch nehmen, diesen im 20. Jahrhundert globalisierten Volksbrauch gleichsam erfunden zu haben, ereignete sich der erste in den Annalen der Weltgeschichte dokumentierte Fall von „queer bashing“ doch ausgerechnet in der Stadt Groningen. Dem Opfer Christiaan Kip wurde 1749 von einem rasenden Mob Arm und Bein gebrochen. Ein halbes Jahr später wurde er von der Bevölkerung an die Behörden denunziert und vermutlich nach Landessitte mit einem Halseisen erdrosselt oder in einem Fass ertränkt. (mehr…)