Archiv der Kategorie 'Rassismus & Islamophobie'

Das Dauer-Outing des Jörg Haider. Über die Zähigkeit einer falschen Kritik

"Jörg Haider will eh bloß kuscheln"
Die Debatte um die Vorliebe des Austrofaschisten Jörg Haider für junge Männer ist nach seinem Tod wieder hochgekocht, diesmal bebildert mit lustigen Fotos, die zeigen, wie wenig der verheiratete Landeshauptmann spätestens nach seinem taz-Outing im Jahr 2000 noch Probleme damit hatte, sich in der Halböffentlichkeit der Kärntner Party-Szene mit feschen Buben zu vergnügen. (mehr…)

Kann es eine Diskussion über den Islam geben, die nicht dumm ist?

Farish Ahmad Noorvon Farish Ahmad Noor

Es ist interessant über die idiotischen Zeiten nachzudenken, in denen wir leben. Besonders wenn man, wie ich, in nebulöse Dinge, die ‚Interkultureller Dialog‘ genannt werden, involviert ist. In den vergangenen vier Wochen habe ich an verschiedenen Dialogrunden zwischen Europäern und muslimischen Migrantencommunities in Amsterdam, Paris und Berlin teilgenommen und in jeder dieser Treffen bin ich Stereotypen über Muslimen und dem Islam begegnet. Jene waren so oberflächlich und kindisch, dass ich schon fast beschämt bin, diese hier zu wiederholen. Schlimmer noch als das platte Sinnieren über den Islam und die Muslime war, dass diese Gedanken nicht vom Ottonormalverbraucher kamen, sondern von denjenigen, die behaupten sich auszukennen und als Wissenschaftler und Historiker bewundert werden. (mehr…)

Antifa-Workshop: »Die CDU konstruiert den ›homophoben Moslem‹«

Auf der Antifa-Konferenz vom 5. bis 7. September 2008, die im Rahmen der Gegenmobilisierung zum „Anti-Islamisierungs-Kongress“ europäischer Faschisten in Köln organisiert wird, soll es am Samstag Nachmittag auch einen Workshop zum Thema „Homophobie und antimuslimischer Rassismus“ geben. Hier die Ankündigung vorab: (mehr…)

Gegen queeren Rassismus

(starblog vom transgenialen CSD 2008)

Tolerante Scheißdeutsche IV

Noch in den 1990er Jahren weigerten sich rechte Jugendliche aus einem der Plattenbaubezirke Ostberlins, den Westberliner Bezirk Kreuzberg zu erkunden, mit der Begründung, dass dort so viele Türken wohnten, die alle schwul seien. Sie meinten damit die Verkehrsformen männlicher türkischer Jugendlicher und junger Männer, die bei der Begrüßung Wangenküsse unter Freunden austauschen und wesentlich mehr Umarmungen und physische Kontakte pflegen, als dies für die ostdeutschen heterosexuellen Jugendlichen hinnehmbar schien.

Aus: Michael Bochow, „Homosexualität junger Muslime — Anmerkungen zu gleichgeschlechtlichen Sexualkontakten unter Männern in Westeuropa“, in: Hans-Jürgen von Wensierski und Claudia Lübcke (Hrsg.), Junge Muslime in Deutschland : Lebenslagen, Aufwachsprozesse und Jugendkulturen (Opladen : Budrich, 2007), 325.