FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache hat in einem Interview von der „Krankheit Homosexualität“ gesprochen – diese Einschätzung beruhe auf seinem katholischen Glauben, so Strache. […] „Ich bin Katholik und Christ, auch die Kirche spricht von der Krankheit Homosexualität. Ich bin der Meinung des Heiligen Vaters […]“ Seine Partei wende sich ferner gegen „Gender-Wahnsinn“.
Die Debatte um die Vorliebe des Austrofaschisten Jörg Haider für junge Männer ist nach seinem Tod wieder hochgekocht, diesmal bebildert mit lustigen Fotos, die zeigen, wie wenig der verheiratete Landeshauptmann spätestens nach seinem taz-Outing im Jahr 2000 noch Probleme damit hatte, sich in der Halböffentlichkeit der Kärntner Party-Szene mit feschen Buben zu vergnügen. (mehr…)
queer.de, eines der führenden schwulen Internetportale in Deutschland, umwirbt gerade das neueste Produkt geschichtsrevisionistischer Vergangenheitsbewältigung, Müllerschöns Propagandastück „Der Rote Baron“.
Ob es wohl nur aus dem Grund geschieht, dass der blonde, blauäugige Hauptdarsteller Matthias Schweighöfer „Deutschlands attraktivster Jungstar “ sei, oder der reaktionär-rassistische Mob befriedigt werden will, der sich dort gerne in der Kommentarsektion auslebt, sei dahingestellt. (mehr…)
Vorletztes Jahr wäre der Schöneberger CSD schon beinahe unter dem Motto „Einigkeit und Recht und Freiheit“, dem ersten Vers der deutschen Nationalhymne, durchs Brandenburger Tor marschiert. Solche nationalistischen Integrationsstrategien prägen auch einen lesbisch-schwulen Think Tank in Berlin, der sich die Wiedererrichtung des von Magnus Hirschfeld gegründeten „Instituts für Sexualwissenschaft“ zum Ziel gesetzt hat. Radio Z beleuchtet in einem Feature aus dem Jahr 2006 die Kontroverse, die das dümmlich-reaktionäre Bekenntnis zu Volk und Nation glücklicherweise auch in der Berliner Republik noch auszulösen in der Lage ist. Es diskutieren Jan Feddersen – der als offen schwuler Redakteur der taz seit Jahren für einen neuen deutschen Nationalismus auf Kosten der hier lebenden MigrantInnen wirbt – und seine Kritikerin Antke Engel vom lesbisch-feministischen Forschungsnetzwerk LFQ:
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