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Homophober Moslem, toleranter Westen?

Europa und die Heteronormalisierung der islamischen WeltNächste Woche beginnt eine kleine Veranstaltungstour mit Vorträgen und Diskussionen zum Thema Europa und die Heteronormalisierung der islamischen Welt — mit Stationen in folgenden Städten:

    Bielefeld:
    Di, 13. Jan., 19:00 Uhr
    Uni Bielefeld
    UHG (Universitätsstr. 25), Hörs. 2
    Veranstalter: Schwulenreferat

    Köln:
    Mi, 14. Jan., 19:30 Uhr
    NaturfreundInnenhaus Köln-Kalk
    Kapellenstr. 9a
    Veranstalter: SOMOST Kalk

    Graz:
    Fr, 16. Jan., 19:30 Uhr
    ausLage_KIG!
    Feuerbachgasse 25
    Veranstalter: KIG! – Kultur in Graz

    Wien:
    Di, 20. Jan., 19:00 Uhr
    Café Willendorf in der Rosa Lila Villa
    Linke Wienzeile 102
    Veranstalter: Rosa Tipp

Epstein/Friedman – Paragraph 175 (USA 2000)

Während sich der Deutsche Filmförderfonds die Pflege des Stauffenberg-Mythos von einem konservativen antifaschistischen Widerstand in Deutschland schon mal 4,8 Mio. Euro kosten lässt, ging der amerikanische Dokumentarfilm Paragraph 175 aus dem Jahr 2000, der die Verbrechen der deutschen „Volksgemeinschaft“ gegen Homosexuelle behandelt, nicht nur leer aus, sondern durfte, wie einer der Regisseure damals auf der Berlinale offenbarte, dem Rechtsnachfolger des „Dritten Reichs“ für die Nutzung des historischen Filmmaterials auch noch horrende Urheberrechtsgebühren überweisen. Herausgekommen ist trotzdem ein kleines Meisterwerk, das zurzeit auf Youtube komplett angesehen werden kann:

Teil 2Teil 3Teil 4Teil 5Teil 6Teil 7Teil 8

MP3 zu „Europa und die Heteronormalisierung der islamischen Welt“

Hier ein Ausschnitt aus einem Vortrag zum Buch Die Vertreibung aus dem Serail, der am 6. September auf der Antifa-Konferenz in Köln gehalten wurde. Im Audio sind die letzten 14 Minuten des Referats und die anschließende einstündige (!) Diskussion enthalten, an der, sehr zu meiner Erheiterung, auch die „hardcore-antideutsche“ Georg-Weerth-Gesellschaft Köln teilnahm:

Am kommenden Donnerstag (11. Dezember) gibt’s an der FU Berlin — in der Rost-/Silberlaube, Hörsaal 2 — um 16 Uhr einen weiteren Vortrag zum Thema, allerdings mit einem anderen Text und einem etwas anderen inhaltlichen Schwerpunkt.

Eine kleine, nachträgliche Korrektur zum Vortrag noch: „Homosexuellen“ (sexual deviants) war die Einreise in die USA nicht etwa nur bis in die 70er Jahre, sondern in der Tat bis 1990 durch das amerikanische Einwanderungsgesetz untersagt.

„If you want something, you have to fight“

current tv · Portrait of a gay policeman working in Jamaica:

Interview mit Radio Corax

Thema: Europa und die Heteronormalisierung der islamischen Welt

Bilder über den Islam sind in Europa ziemlich simpel strukturiert. Moslems oder Islamisten – egal, die werden schnell in einen Topf geworfen, die seien aggressiv, die verabscheuten die westliche Kultur, unterdrückten die Frauen und hassten Homosexuelle. Ironischerweise hat gerade der Westen während der Kolonialisierung diese Sichtweisen in der Islamischen Welt geprägt. Vorher sah die ganz anders und viel toleranter aus… Georg Klauda hat sich literarisch mit der Herkunft der Heteronormativität im Islam befasst. Dazu hat ihn Radio Corax am Telefon interviewt.

(via freie-radios.net)