Tag-Archiv für 'jungle-world'

Tolerante Scheißdeutsche II

Nicht nur die „Jungle World“, auch die Nazis von „Radio Freiheit“ widmen sich — auf ihre Weise — dem neuen Idiotenthema „türkische Homophobie“ (bitte, als ob Homophobie eine Nationalität hätte!):

Ganz unzweifelhaft ist Homosexualität eine abartige Veranlagung, die in gewisser Hinsicht auch eine Geistesgestörtheit voraussetzt. Dies umso mehr, wenn Homosexuelle so tun, als sei ihre Abartigkeit normal und entsprechend agieren, indem sie das, was sie als „Normalität“ ansehen, der Gesellschaft aufdrängen, ob die das nun will oder nicht. Ebenso unzweifelhaft, wie Homosexualität eine sozialschädliche Perversion ist, so ist sie auch ein Gradmesser für den Verfallszustand einer Gesellschaft. In gesunden Gemeinwesen gibt es jedenfalls keine Probleme mit der Homosexualität, da sie dort die ganz große Ausnahme bleibt. Wo jedoch ein bestimmter gesellschaftlicher Fäulnisgrad erreicht ist, wird das Krankhafte zur Regel und das Normale zum Auslaufmodell. Aber: Das ist natürlich kein Grund zuzulassen, daß wie in der jüngsten Vergangenheit desöfteren geschehen, Türken in Berlin regelrechte Hetzjagden auf diese Randgruppe veranstalten können, ohne daß das bisher entsprechend in der veröffentlichten Meinung gewürdigt wurde. Würden ethnische Deutsche Hetzjagden auf Homosexuelle veranstalten, wäre binnen 24 Stunden das gesamte Pseudo-Gutmenschentum vor Ort.

Die letzten beiden Sätze fassen eine Verschwörungstheorie zusammen, für die Ivo Bozic immerhin einen ganzen Artikel brauchte: das angebliche Schweigen der „Systemmedien“ über die Gewalt der bösen Türkenbrut. Dabei kenne ich — bis auf die Strichermorde an Walter Sedlmayr und Rudolph Mooshammer — keinen Fall, in dem ein Übergriff auf Homos oder Transen es schon jemals in die überregionalen Medien geschafft hätte. Und auch bei der Jungle World muss der Täter mindestens ein „Ausländer“ sein, damit sie darüber berichtet!

Achja, und der Artikel der Nazis geht noch weiter:

Es gehört übrigens auch keine Bierseligkeit dazu, um mit aggressiven „Drag-Kings und „Drag-Queens“ Probleme zu haben, die alle Welt an ihren Befindlichkeiten teilhaben lassen möchten. Diese Damen und Herren – oder wie auch immer – haben ganz offenkundig neben den Problemen ihrer Abartigkeit noch ganz schwer einen an der Waffel und gehörten eigentlich in eine geschlossene Anstalt.

Erinnert mich irgendwie an das.

Bozic-Deutsche

Wir gratulieren der Jungle World zu ihrem neuen rassistischen Themenschwerpunkt mit dem Titel „Bissu schwül oder was?“. Die Antwort folgt in den nächsten Wochen. Derweil: abbestellen bitte!

Türkei und Indonesien

Aus der aktuellen Jungle World. Motiv Hass: „Schwule, Transvestiten und Transsexuelle werden in Istanbul immer häufiger zu Opfern so genannter Hassmorde.“ und ein Interview mit indonesischen Genderaktivistinnen: »Zuweilen folgt dem Coming out die Vergewaltigung«

Jungle-Debatte zur Liebe

die platonische Liebe als Kommunismus: Liebe ohne Staat und Herrschaft

Dschungel-Homophobie

Die „linke“ Wochenzeitung Jungle World überschlägt sich gerade mal wieder vor lauter Homophobie. Durfte Henryk M. Broder in der letzten Ausgabe beklagen, dass das deutsche Volk kein Immunsystem (!) gegen Homos wie Hella von Sinnen und Dirk Bach mehr hätte, ihm also, auf gut Teutsch, das „gesunde Volksempfinden“ abhanden gekommen wäre, erklärt uns Thomas Uwer jetzt, wie Sex zwischen Jungen im Nordirak einzuordnen sei, nämlich als bloße Ersatzhandlung:

Dabei ist Sex unter Männern bzw. Jungen weder ungewöhnlich noch selten im kurdischen Nordirak. In den meisten Fällen ist er schlicht die einzig mögliche Form zwischenmenschlicher Sexualität und wird als »Ersatzhandlung« oft geduldet. Geschlechtliche, oft schon freundschaftliche Kontakte zwischen Jungen und Mädchen unterliegen hingegen einem absoluten Tabu […]

Es ist die alte, homophobe, aus der Sexualwissenschaft von Krafft-Ebing übernommene Unterscheidung zwischen „echter“ und sog. Pseudohomosexualität, die hier ein weiteres Mal aufgefahren wird, um schwulen Sex als nicht gleichwertige Variante menschlicher Lust zu disqualifizieren. Heute findet sich diese Differenzierung eigentlich nur noch in christlich-konservativen Kreisen, etwa bei Anhängern der sog. Reparativen Therapie — und natürlich in der Jungle World! (mehr…)