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Ans Kreuz genagelt, oder: Das letzte Kontingent

Wenn das rechtsextreme liberalkonservative Kollektivblog GayWest mal gerade nicht gegen Linke zu Felde zieht, Hasstiraden gegen muslimische Immigranten verbreitet oder Wahlwerbung für die Republikaner macht, tut es was? Richtig, es geht in christliche Gruppentherapie oder sucht Mitbrüder zwecks gemeinsamer religiöser Verblödung Erbauung. Ein Blick in den evangelikalen Abgrund, in den sich die letzte Nachhut der auf dem CSD 2003 für den Irakkrieg trommelnden Rassenbande Rasselbande „queer.for.israel“ gestürzt hat, seitdem sie vom Herrn verstrahlt erleuchtet wurde.

Hurra, wir kapitulieren!

(365gay.com) Nach Protesten der „Katholischen Anti-Diffamierungsliga“ haben die Organisatoren einer Ausstellung über das Verhältnis von Homosexualität und Kunst in Mailand eine Skulptur entfernen lassen, die Papa Benedikt als Transe darstellt.

Die Liga hatte gedroht, die Organisatoren wegen Diffamierung eines Staatsoberhaupts zu belangen, und empörte sich über „den vulgären Angriff gegen Christi Stellvertreter und die Gefühle der römischen Katholiken“. Die Skulptur von Paolo Schmidlin mit dem Titel „Miss Kitty“ zeigt den Papst in blonder Perücke und nur mit einer Stola, einem Schlüpfer und schenkelhohen Strümpfen bekleidet.

Die Organisatoren verschoben die Ausstellungseröffnung um drei Tage, in denen die Skulptur und ein weiteres Kunstwerk weggeschafft wurden — ein Fotografie, auf der ein Bild von Jesus Christus über das Gesicht eines Transvestiten projiziert ist. In dieser Zeit wurden auch die Ausstellungskataloge eingestampft und durch neue ersetzt.

„Es wurde uns klar gemacht, dass es besser wäre, die Stücke zu entfernen“, erklärte Kurator Eugenio Viola gegenüber Associated Press. Dabei habe „der Wert von Kunst seit der Epoche der Avantgarde“ doch gerade darin gelegen, „sich von dogmatischen und kirchlichen Zensoren zu befreien“. Doch der Arm der Mutter Kirche erweist sich in Italien noch immer als stärker denn die Freiheit der Kunst.

Heilung in Gottes Namen

ZEIT online: In Baden-Württemberg versucht ein christlicher Verein, Schwule von ihrer Homosexualität zu „befreien“.

Seit zehn Jahren berät Wüstenstrom bei »Problemen im Bereich Sexualität und Christsein«. Bei jedem dritten Schwulen könnten die homoerotischen Gefühle verändert werden. Wenn er es will. Behauptet Hoffmann. Seine These kommt an, vor allem in streng christlichen Kreisen wie den evangelikalen Freikirchen. Sogar die Evangelische Kirche in Deutschland akzeptierte einen Infostand von Wüstenstrom auf dem Kirchentag in Hannover.