Tag-Archiv für 'pseudoscience'

Aktion Christenstopp

Neuer Kampagnen-Blog am Start: „Kein Raum für Sexismus, Homophobie und religösen Fundamentalismus!“ fordert ein Aktionsbündnis anlässlich des 6. Internationalen Kongresses für Psychotherapie und Seelsorge in Marburg, auf dem mal wieder religiöse „Heiler“ und Rattenfänger – wie die unter dem Dach der EKD agierende „Offensive Junger Christen“ (OJC) – unterwegs sein werden.

Homophobie als „moral insanity“

ondamaris zitiert und übersetzt pinknews:

Homophobie ist eine “perverse Krankheit”. Sagt Brasiliens Staatspräsident Lula, bei der Eröffnung der “Ersten Nationalen Konferenz von Schwulen, Lesben, Bisexuellen, Transvestiten und Transsexuellen” letzte Woche.

Lula betonte, er werde “alles unternehmen was möglich ist, um Zustimmung für die Kriminalisierung von Homophobie zu erreichen sowie die zivile Partnerschaft” einzuführen.

Brasiliens Staatspräsident Lula bezeichnete Homophobie zudem als “die perverseste Krankheit, die in den menschlichen Kopf imprägniert wurde”.

Da freuen sich Lesben und Schwulen natürlich drüber, aber man sollte doch bedenken, dass Lula in seinen Äußerungen, die die Struktur klassischer Lesben- und Schwulenfeindlichkeit nachahmen, einfach nur „Homosexualität“ gegen „Homophobie“ ausgetauscht hat. Jetzt ist auf einmal Homophobie eine „perverse Krankheit“, und zwar paradoxerweise eine, die nicht bloß geheilt, sondern gleichzeitig bestraft werden muss. (Oder ist die Strafe selbst schon die Therapie?)

Was ich dagegen einzuwenden habe, hab ich hier bereits geschrieben: (mehr…)

SWR über Wüstenstrom

Abgezockt und in den Suizid getrieben: Schwule in den Händen evangelikaler „Psychotherapeuten“.

Soziobiologie

Was Soziobiologen wissen:

So erfahren wir, dass Homosexuelle sich verhalten wie manch „blaukiemiger Sonnenbarsch“, der sich wie ein Weibchen benimmt, um dann überraschend Konkurrenten beim Fortpflanzungsrennen aus dem Feld zu schlagen. Hat nicht, fragt Badcock, die Hälfte aller Schwulen Kinder?

Aus: Psychodarwinismus von Mark Terkessidis.

Die Psychoanalyse als Strafvollzugsorgan

Mit der Psychoanalyse bin ich noch nicht ganz fertig. Bemerkenswert finde ich zuletzt, wie freimütig sich Analytiker dem Staat als Agenturen der sozialen Kontrolle zur Verfügung stellten, während sie gleichzeitig mit dem Anspruch hausieren gingen, sich — im Unterschied zum bösen Behaviorismus — der Emanzipation des Individuums verschrieben zu haben. Wikipedia dazu:

Der Aufstieg der Psychoanalyse popularisierte die Idee von Homosexualität als Krankheit. Dies vergrößerte die Zahl von Homosexuellen, die in Irrenanstalten und Gefängnissen untergebracht wurden. Forscher versuchten, eine Reihe von Therapien zu benutzen, um Homosexualität zu „heilen“, einschließlich Aversionstherapie, Übelkeit erregende Drogen, Kastration, Elektroschocks, Hirnchirurgie und Brustamputationen.

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