Tag-Archiv für 'schwul'

Neue Rezensionen zu „Die Vertreibung aus dem Serail“

Hier zwei neue Besprechungen des auch von uns beworbenen Buches Die Vertreibung aus dem Serail, und zwar einmal auf Queer.de und das andere Mal in der sexualpolitischen Zeitschrift Gigi — dort mit dem schönen Titel „Die Infamie der Ägypter“. (Zur Erinnerung auch noch mal der Link auf die erste Rezension in Rosige Zeiten.)

Buchbesprechung

In „Rosige Zeiten“ ist eine erste Rezension zum jüngst im Männerschwarm-Verlag erschienenen Buch Die Vertreibung aus dem Serail erschienen. Außerdem gibt es in Halle am 5. November die erste öffentliche Buchpräsentation. Weitere Termine in Leipzig, Berlin und Bielefeld folgen.

Die Vertreibung aus dem Serail

Die Vertreibung aus dem Serail: Europa und die Heteronormalisierung der islamischen WeltDas von uns bereits im Juli ankündigte Buch Die Vertreibung aus dem Serail: Europa und die Heteronormalisierung der islamischen Welt ist heute an den Verlag ausgeliefert worden und gelangt in den nächsten Tagen auch in den Buchhandel. Hier der Klappentext:

Islamische Staaten geraten durch die Verfolgung „Homosexueller“ immer wieder in den Blickpunkt der Medien, und wenn sich hierzulande deklassierte Halbstarke aggressiv gegenüber Schwulen zeigen, fragt man reflexhaft nach ihrem „kulturellen Hintergrund“. Dabei ist die klassische türkische und arabische Liebeslyrik voll von gleichgeschlechtlichen Motiven, die man in der Literatur des „aufgeklärten“ Abendlands vergeblich sucht.

Angesichts dieses Widerspruchs zeichnet der Autor die Konzepte mann-männlicher Liebe und Lust in christlichen und muslimischen Gesellschaften vergleichend nach. Er zeigt den historischen Anteil des Westens an der Formierung antihomosexueller Diskriminierung in der islamischen Welt und belegt, dass auch in Deutschland – trotz aller gegenwärtigen Liberalität – von einer Auflösung des heteronormativen Korsetts keine Rede sein kann.

Wir würden uns freuen, wenn ihr dafür Werbung macht!

Terminhinweis

Berlin, 5. 6. ’08, 19 Uhr: Schwule Nazis und andere

Heim ins Reich mit Janne F.?

Vorletztes Jahr wäre der Schöneberger CSD schon beinahe unter dem Motto „Einigkeit und Recht und Freiheit“, dem ersten Vers der deutschen Nationalhymne, durchs Brandenburger Tor marschiert. Solche nationalistischen Integrationsstrategien prägen auch einen lesbisch-schwulen Think Tank in Berlin, der sich die Wiedererrichtung des von Magnus Hirschfeld gegründeten „Instituts für Sexualwissenschaft“ zum Ziel gesetzt hat. Radio Z beleuchtet in einem Feature aus dem Jahr 2006 die Kontroverse, die das dümmlich-reaktionäre Bekenntnis zu Volk und Nation glücklicherweise auch in der Berliner Republik noch auszulösen in der Lage ist. Es diskutieren Jan Feddersen – der als offen schwuler Redakteur der taz seit Jahren für einen neuen deutschen Nationalismus auf Kosten der hier lebenden MigrantInnen wirbt – und seine Kritikerin Antke Engel vom lesbisch-feministischen Forschungsnetzwerk LFQ: