Tag-Archiv für 'wissenschaft'

Gay Scientists Isolate Christian Gene

Heim ins Reich mit Janne F.?

Vorletztes Jahr wäre der Schöneberger CSD schon beinahe unter dem Motto „Einigkeit und Recht und Freiheit“, dem ersten Vers der deutschen Nationalhymne, durchs Brandenburger Tor marschiert. Solche nationalistischen Integrationsstrategien prägen auch einen lesbisch-schwulen Think Tank in Berlin, der sich die Wiedererrichtung des von Magnus Hirschfeld gegründeten „Instituts für Sexualwissenschaft“ zum Ziel gesetzt hat. Radio Z beleuchtet in einem Feature aus dem Jahr 2006 die Kontroverse, die das dümmlich-reaktionäre Bekenntnis zu Volk und Nation glücklicherweise auch in der Berliner Republik noch auszulösen in der Lage ist. Es diskutieren Jan Feddersen – der als offen schwuler Redakteur der taz seit Jahren für einen neuen deutschen Nationalismus auf Kosten der hier lebenden MigrantInnen wirbt – und seine Kritikerin Antke Engel vom lesbisch-feministischen Forschungsnetzwerk LFQ:

Orthodoxe Kirche sucht Kontakt zum Staat

Putin und Patriarch Alexej (365gay.com) Die in ihrer Macht erstarkende russisch-orthodoxe Kirche versucht, Einfluss auf das staatliche Bildungswesen zu nehmen, um ihre antiaufklärerischen Positionen stärker in der Gesellschaft zu verankern.

So beschuldigte ein Sprecher der Kirche, Vater Vsevolod Chaplin, die führenden Wissenschaftler Russlands, dem Schulsystem die „Ideologie der Wissenschaft“ aufzuzwingen. „Der wissenschaftliche Standpunkt kann keine Staatsideologie sein“, erklärte er nach einem Runden-Tisch-Gespräch zwischen Klerikern und Wissenschaftlern. „Er hat nie irgendjemanden glücklich gemacht und scheitert daran, fundamentale Fragen der menschlichen Existenz zu beantworten.“

Neben einem Angriff auf die „wissenschaftliche Weltanschauung“ geht es auch um die weitere staatliche Verbreitung von Homophobie. Lehrer sollten Schülern beibringen, nicht dem lasterhaften Beispiel von „Homosexuellen und Prostituierten“ zu folgen. „Wir müssen ihnen einen unglücklichen Homosexuellen in seinen Vierzigern und eine alternde Prostituierte zeigen“, so Chaplin weiter. „Andernfalls werden sich unsere Kinder in 30 Jahren in Tiere verwandeln, die vom Kult des Glamours und der Ausschweifung beeinflusst sind.“

Die Kirche solle wieder eine führende Rolle dabei spielen, die moralischen Standards für die Jugend zu bestimmen. Und es ist der Staat, über den die orthodoxen Fundis dieses hochgesteckte Ziel erreichen wollen. „Wir sind bereit, einen Teil unseres Lebens unter die Kontrolle der Regierung zu stellen“, verkündete Theologie-Professor Andrej Kurajev in der Hoffnung, die alten Bande zwischen Staat und Kirche wieder neu beleben zu können. „Die Kirche hat schon zu lange ohne Zensur leben müssen.“

Erste kleine Erfolge sind schon jetzt sichtbar. So wird ab nächstes Schuljahr neben Mathematik und Physik zur ergänzenden religiösen Verblödung das Fach „Orthodoxe Christliche Kultur“ angeboten. Die Teilnahme soll allerdings freiwillig sein.

Of Gay Sheep, Modern Science and Bad Publicity

gay sheep Die Geschichte des Wissenschaftlers, dem es gelungen war „schwule“ Schafe mittels Hormontherapie dazu zu bringen wieder ausschliesslich die Weibchen der Gattung zu besteigen, hat in der angloamerikanischen Presse-, und Bloglandschaft einen ziemlichen Wirbel verursacht. Besorgte Liberale sahen die Homosexualität in den reichen, westlichen Ländern bereits so gut wie ausgemerzt, sollten die Studien an den tragisch veranlagten Schafen fortgesetzt werden. Die New York Times über den Skandal:

The story of the gay sheep became a textbook example of the distortion and vituperation that can result when science meets the global news cycle.
The news media storm reached its zenith last month, when The Sunday Times in London published an article under the headline “Science Told: Hands Off Gay Sheep.” It asserted, incorrectly, that Dr. Roselli had worked successfully to “cure” homosexual rams with hormone treatments, and added that “critics fear” that the research “could pave the way for breeding out homosexuality in humans.”
Martina Navratilova, the tennis star who is both openly gay and a PETA ally, wrote in an open letter that the research “can only be surmised as an attempt to develop a prenatal treatment” for sexual conditions.
The controversy spilled into the blog world, with attacks on Dr. Roselli, his university and Oregon State University, which is also involved in the research. PETA began an e-mail campaign that the universities say resulted in 20,000 protests, some with language like “you are a worthless animal killer and you should be shot,” “I hope you burn in hell” and “please, die.”

Dr. Roselli, whose research is supported by the National Institutes of Health and is published in leading scientific journals, insists that he is as repulsed as his critics by the thought of sexual eugenics in humans. He said human sexuality was a complex phenomenon that could not be reduced to interactions of brain structure and hormones. […]
Dr. Roselli said that merely mentioning possible human implications of basic research was wildly different from intending to carry the work over to humans.
Mentioning human implications, he said, is “in the nature of the way we write our grants” and talk to reporters. Scientists who do basic research find themselves in a bind, he said, adding, “We have been forced to draw connections in a way that we can justify our research.”

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